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2-Komponenten-Systeme für den Tief- und Flexodruck


Für hochwertige Beschichtungen bietet die Rotoflex AG 2-Komponenten-Systeme an. Diese 2K-Systeme sind geeignet zum Bedrucken von Verpackungsfolien im Tief- oder Flexodruck. Alle 2K-Systeme der Rotoflex AG basieren auf Isocyanat-Härtern. 2K-Systeme unterscheiden sich deutlich von 1K-Systemen. Dies vor allem in ihrer Herstellung, der Verarbeitung in der Druckerei sowie auch betreffend den Eigenschaften der fertigen Beschichtung.

2K-Lackschichten sind sehr beständig gegen die meisten aggressiven Substanzen wie Lösungsmittel, Säuren und Laugen. Sie sind weitgehend stabil gegen hohe Temperaturen beim Siegeln oder Sterilisieren. Zurzeit entwickelt die Rotoflex AG für besonders hohe Ansprüche einen 2K-Mattlack, der sich bei 270 °C und 1 s Siegelzeit nicht verfärbt. Auch die Kratzfestigkeit und andere mechanische Eigenschaften sind bei 2K-Systemen deutlich besser als bei 1K-Systemen.

2K-Systeme bestehen aus zwei Komponenten, die getrennt voneinander geliefert und erst vor dem Drucken miteinander gemischt werden. Die beiden Komponenten, der 2K-Lack und der 2K-Härter, können chemisch miteinander reagieren. Diese Reaktion wird als Vernetzung oder Aushärtung bezeichnet. Die Bindemittelmoleküle des Lacks enthalten mehrere Hydroxylgruppen, die Härtermoleküle mindestens zwei Isocyanatgruppen. Wenn sich diese Gruppen miteinander verbinden, entstehen sogenannte Urethane. Auf diese Weise wird aus den einzelnen Molekülen ein riesiges Netzwerk geknüpft, eine Polyurethanschicht. Weil sich dieses Netzwerk nur schwer durch Lösungsmittel, hohe Temperaturen oder mechanische Einwirkungen zurück in Einzelmoleküle spalten lässt, hat es viel höhere Echtheiten als 1K-Lacke.

Je nach restlichem Molekülaufbau der verschiedenen Isocyanate unterscheidet man zwischen aliphatischen und aromatischen Isocyanaten. Aromatische Isocyanate vernetzen schneller, neigen aber zum Vergilben. Ausserdem können sie sich unter ungünstigen Umständen in aromatische Amine umwandeln, von denen einige krebserregend sind. Besonders für den Einsatz für Lebensmittelverpackungen muss dieses Risiko vermieden werden. Deshalb verwendet die Rotoflex AG in ihren 2K-Hauptserien nur aliphatische Isocyanate.

Damit eine Lackschicht mit optimalen Eigenschaften entsteht, müssen Lack und Härter im richtigen Mengenverhältnis gemischt werden. Um das Abwiegen zu ersparen, liefert die Rotoflex AG die Komponenten bereits im passenden Verhältnis. Der Inhalt eines Härtergebindes wird vollständig in das Lackgebinde geschüttet. Nach dem Umrühren ist die Mischung druckfertig.

Die Aushärtung des Lacks findet hauptsächlich nach dem Drucken auf der Rolle statt. Normalerweise ist die Aushärtung bei Raumtemperatur nach ca. 7 Tagen vollständig. Erst dann erreicht die Lackschicht ihre endgültigen Eigenschaften. Durch Erhöhung der Temperatur lässt sich die Aushärtung stark beschleunigen. Wenn z.B. die Eigenschaften einer Druckprobe möglichst schnell getestet werden sollen, dann lässt sich eine vollständige Aushärtung auch innerhalb von 12 Stunden durch Lagerung bei 40 °C in einer Wärmekammer erreichen. Andererseits verlangsamt eine zu niedrige Temperatur die Härtung stark. In der kalten Jahreszeit dürfen die Rollen also nicht in ungeheizten Räumen gelagert werden.

Können Sie mit hochbeständigen Überdrucklacken neue Geschäftsfelder erschliessen? Folien für Verpackungstypen produzieren, die Sie bisher nicht im Portfolio hatten? Versuchen Sie es! Das Verkaufsteam und die Entwicklungsabteilung der Rotoflex AG unterstützen Sie gerne mit Rat und Tat. Die Rotoflex AG kann auch zu Testzwecken Ihre bedruckten Folien mit 2K-Lack beschichten, damit Sie ohne grossen Aufwand die besonderen 2K-Eigenschaften kennenlernen. Setzen sie sich mit unserem Verkaufsteam in Verbindung und teilen uns mit, welcher Mattierungsgrad für Ihre Anwendung erwünscht ist.

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